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Solaris ist ein UNIX Betriebssystem wie jedes andere UNIX. Es gibt Unterschiede im Vergleich zu Linux und den BSDs (FreeBSD, NetBSD, Darwin), aber man braucht nicht lange um sich daran zu gewöhnen.

Deshalb wollen wir hier nur ein paar der gebräuchlichsten aufführen:

  • Das „tar“ von Solaris ist ein wenig anders, aber GNU tar ist auch installiert. Das Binary heisst gtar. Es wird insbesondere auffallen, dass ein „tar xvzf“ zu einem Fehler führt, da der Flag „z“ nicht bekannt ist. „Z“ ist der Flag der eine gzip-komprimierte Datei dekomprimiert. Es gibt als zwei Möglichkeiten: Entweder die Datei zuerst mit gunzip dekomprimierten oder gtar xzvf zu benutzen.
  • Solaris' „ps“ ist sehr ähnlich zu Linux, aber unterscheidet sich vom BSD ps. Wenn man ein BSD-artiges ps benutzen will, kann man /usr/ucb/ps einsetzen. Die Entsprechung zu /usr/ucb/ps -axu beim nativen Solaris ps ist ps -aef.
  • Startskripte können in /etc/init.d/ und in “SMF” leben. Man kann ein Skript auf beiden Wegen einsetzen, einige Schlüsselskripte sind bereits SMFiziert. Welche SMF Manifeste im System existieren kann man mit „svcs -v“ ansehen. Zum Beispiel werden Sie feststellen, dass sich der SSH Daemon dort befindet. Das bedeutet, dass Sie nach einer Änderung an der Konfigurationsdatei /etc/ssh/sshd_config die Aktualisierung mit „svcadm refresh ssh“ durchführen müssen.
  • Zur Zeit setzen wir den Blastwave Build Process für Softwarepakete ein. Das bedeutet, dass Programme wie mysql und Apache sich unter /opt/csw anstelle des üblichen /usr/local befinden.
  • Der Solaris cc C-Kompiler wird nicht mitgeliefert, ist aber als separater Download verfügbar. Die GNU gcc Kompiler-Suite ist allerdings vorinstalliert unter /opt/csw. Bemerkbar wird dies, wenn man zum Beispiel einen gem kompilieren will und dieser nach „cc“ such und es nicht findet. Die Lösung in diesem speziellen Fall wäre die rbconfig.rb auf gcc zeigen zu lassen. Sie können sie mit dieser hier ersetzen:
svn export http://svn.joyent.com/public/accelerators/rbconfig.rb /opt/csw/lib/ruby/1.8/i386-solaris2.8/rbconfig.rb
  • In /home/admin befindet sich eine .bash_profile die die .bashrc nachlädt. Sie wollen diese Dateien benutzen, wenn Sie andere Shell-Benutzer erstellen.
  • Sie können sich per ssh als „admin“-Benutzer einlofen und dann „sudo su -“ mit diesem Passwort nutzen.
  • Wenn Sie ein Blastwave Paket installieren wollen (in diesem Beispiel den Editor „nano“), dann gehen Sie wie folgt vor:
pkg-get -i nano

Ehrlich gesagt gibt es eigentlich nicht viel mehr zu wissen als das vorstehende. Aber wenn Sie eine Frage haben, die hier nicht enthalten ist, fügen Sie sie doch unserer Seite Häufig gestellte Fragen hinzu.

 
de/solaris/introduction.txt · Last modified: 2007/05/30 08:31 by sebastiann
 
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